Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_201

Gruithuisen Franz Paula, Dr. med., von, 1774 (Haltenberg am Lech, Lkr. Schongau/Obb.) – 1852, Arzt, Naturforscher, Astronom und Universitätsprofessor; er erlernte Chirurgie und nahm 1788 als Feldchirurg in der österreichischen Armee Dienste; in Landshut studierte er dann Philosophie und Medizin; 1808 wurde G. Lehrer der Naturkunde an der landärztlichen Schule in München und 1826 Profes­sor der Astronomie an der Universität München.

Hauptwerke: Über die Existenz der Empfindungen in den Köpfen und Rümpfen der Geköpften und von der Art, sich darüber zu belehren, Einführung in das Studium der Arzneikunde, Anthropologie, Organozoonomie, über die Natur der Kometen, Mitarbeit an »Analekten für Erd- und Himmelskunde« und »Astronomisches Jahr­buch«; viel Aufsehen erregte Cs. phantastischer Aufsatz in Kastners »Archiv« über die »Entdeckung vieler deutlicher Spuren der Mondbewohner« besonders eines kolossalen Kunstgebäudes derselben«; seine astronomischen Forschungen werden heute ernster aufgenommen; auf medizinischem Gebiet besteht seine Leistung darin, daß er zuerst und lange vor Civiale ein Instrument zum Zerbröckeln der Bla­sensteine erfand.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


04-02-47/48 (Gruithuisen)