Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_163

Englmann Lorenz, 1811 (Kirchendemenreuth/Opf.) – 1881, Philologe und Gymnasi­alprofessor; nach philosophisch-theologischen Studien zu Freising sattelte E. zur Philologie über und wurde 1848 am Ludwigs-Gymnasium in München, 1849 am Ka­dettenkorps Studienlehrer und Repetitor, dann Professor in Kempten und Dillingen, seit 1860 war E. am Münchner Ludwigs- und seit 1872 am Wilhelms-Gymnasium Professor; »E. gab dem Gymnasium Bayerns, des ganzen, auch des österreichi­schen Südens, eine neue Kunst, die Anfänge einer Methode überhaupt, die Vorstu­fe der richtigen Methode, wofür heutzutage die Indiktion anerkannt ist, die Be­schränkung aufs Wesentliche und Verbindliche. Schließlich wird es da keine Anstalt mehr gegeben haben, die nicht seine Bücher besitzte« (A. Patin).

Hauptwerke: Grammatik der lateinischen Sprache, Gr. der griechischen Sprache, Gr. der deutschen Sprache, Formenlehre des attischen Dialekts, Mittelhochdeut­sches Lesebuch, viele Übungsbücher, Lesebücher, Anthologien und Schulausgaben; sein moralisch und materiell erfolgreichstes Werk ist die Grammatik der deutschen Sprache.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


14-01-43 (Englmann)