Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1418

Zenger Max, Dr. phil. h. c., 1837 (München) – 1911, Hofmusikdirektor, Akademieprofessor und Musikschriftsteller; dieser Autodidakt hat schon 22jährig Szenen aus Faust und eine in Leipzig entstandene Symphonie komponiert, die von König Lud­wig I. sehr gelobt wurde; sein größter Erfolg war das Oratorium »Kain« (1867, nach Byrons Mysterium); Z. wurde 1869 Musikdirektor an der Münchner Hofoper und 1872 Hofkapellmeister in Karlsruhe, dann in München Dirigent des Oratorienver­eins (1878-1885) und Professor an der Akademie der Tonkunst; neben seinen musi­kalischen Schöpfungen (Opern: »Wieland der Schmied«, »Die Foscari«, »Eros und Psyche«, Balletts, Lieder, Messen, zwei Tedeum und ein Stabat Mater) schrieb Z. auch Biographien über Musiker, einen »Grundriß der Musikgeschichte«, »Medi­tationen über Sprechton, Ausdrucksweise und Leitmotiv« u. a., seine größte musikliterarische Leistung ist die »Geschichte der Münchener Oper« (aus dem Nachlaß herausgegeben von Theodor Kroyer, 1923).

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


12-02-55 (Zenger)