Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1402

Wiebeking Karl Friedrich, von, Ritter, 1762 (Wollin/Pommern) – 1842, Hydrotechniker, Architekt und Geograph; von seiner Jugend und Berufsausbildung ist wenig bekannt; W. wirkte von 1788/90 in Düsseldorf als Wasserbaumeister, übersiedelte als Steuerrat nach Darmstadt, wo ihm die Inspektion über die Rheinkorrektion an­vertraut wurde, dann war er in Wien Hofrat und für Bauangelegenheiten tätig, bis er 1805 nach München berufen wurde, wo er als Geheimer Referendär der Gene­raldirektion des gesamten bayerischen Wasser-, Brücken- und Straßenbauwesens und schließlich als Generaldirektor dieser Behörde sich sehr verdient machte und zu Ehren kam; W. tat sich auch in Aufsätzen über Architektur und Malerei hervor.

Werke: Schriften über die Anlage hölzerner und Konstruktion eiserner Brücken, Vorschläge zu Hafenbauten in Fiume, Triest u. a., Aufsätze über Monumente der Ägypter, Inder, Phönizier und Griechen sowie über das Staatsbauwesen in Bayern, Atlas vom schiffbaren Rhein mit seinen Nebenflüssen mit 35 hydro- und topogra­phischen Karten, auch Schriften in französischer Sprache; W. ist vor allem deshalb berühmt, weil er den Englischen Garten kanalisierte.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


12-01-13 (Wiebeking)