Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1362

Trautmann Franz, Dr. phil. h. c., 1815 (München) – 1887, Hofrat, Dichter und Schrift­steller; er studierte in seiner Vaterstadt und begann beim dortigen Stadtgericht die juristische Laufbahn, widmete sich aber später ganz der literarischen Betätigung; T. begründete seinen literarischen Ruf vor allem durch seinen »Eppelein von Gailin­gen« und die »Abenteuer des Herzogs Christoph von Bayern«; ihnen folgten viele Erzählungen, deren Stoffe meist der älteren Geschichte Bayerns, insbesondere Münchens, entnommen sind; sie tragen alle eine antiquierte mittelalterliche Fär­bung und sind gern in einem derb treuherzigen Chronikstil gehalten; in dem Roman »Die Glocken von St. Alban« usw. bewegt sich T. auf rheinischem Gebiet; er veröf­fentlichte auch mehrere Bände lyrischer Dichtungen, einige Dramen, das Werk »Kunst und Kunstgewerbe, vom frühesten Mittelalter bis Ende des 18. Jh.« und eine Schwanthaler-Biographie »Schwanthalers Reliquien«.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


19-13-05/06 (Trautmann)