Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1353

Thäter Julius Caesar, 1804 (Dresden) – 1870, Kupferstecher und Akademieprofes­sor; er lernte auf der Dresdener Kunstakademie bei Seiffert und wurde durch den Stich nach einer Zeichnung von P. von Cornelius (Spaziergang am Ostertag) weit bekannt; nach Mitarbeit bei Rauch in Berlin kam Th. nach München, wo er sich bei seinem Lehrer und Freund S. Amsler weiterbildete; 1834 stach er für das Pracht­werk des Grafen A. Raczynski mehrere Platten; 1842 ging er an die Kunstschule in Weimar, 1844 an die Akademie in Dresden, 1849 wurde er als Nachfolger S. Ams­lers nach München berufen, wo er neben der Professur später die Konservatorstel­le am königlichen Kupferstichkabinett erhielt.

Hauptwerke: Krimhild beim Leichnam Siegfrieds (nach Schnorr), Die Demütigung der Mailänder (nach Mücke), Die Hunnenschlacht (nach W. von Kaulbach), Die Apo­kalyptischen Reiter (nach P. von Cornelius), Die Werke der Barmherzigkeit (nach M. von Schwind); Ths. Stiche zeichnen sich bei einfacher Behandlungsweise in stren­gem zeichnerischen Stil durch treue Wiedergabe des Charakters der Originale aus.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


08-03-10 (Thäter)