Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1349

Stuntz Josef Hartmann, 1792 (Basel) – 1859, Komponist und Hofkapellmeister; er studierte in Wien bei Salieri und in München bei P. von Winter, auf Reisen in Italien hat er Opern für Mailand, Venedig und Turin geschrieben in München wurde St. 1824 Vizekapellmeister und nach Winters Tod 1826 Hofkapellmeister und Operndi­rigent; er wurde aber bald, vor allem weil er im Gegensatz zur allgemeinen Gepflo­genheit vom Klavier aus dirigierte, unter dem Einfluß der berühmteren Aiblinger und Lachner aus dem öffentlichen Wirken verdrängt und widmete sich dann der Komposition von Liedern für den Männerchor und von kirchlichen Stücken.

Hauptwerke: 25–30 Männerchöre, Bayerischer Schützenmarsch, Messe (A), Gradua­le, Stabat Mater, Grabgesang, Oper La Rappressaglia; Lieder sind voll Frische, Le­ben, Kraft und Gemüt, dabei auch humorvoll; kein Fest unter Ludwig I. fand ohne Lieder von St., der als der »Festkomponist Bayerns« galt, statt.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


14-01-50 (Stuntz)