Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1339

Stieler Josef Karl, 1781 (Mainz) – 1858, Porträtmaler, Hofmaler und Ehrenmitglied der Kunstakademie; schon in frühester Jugend beschäftigte er sich mit der Minia­turmalerei, lernte 1798 in Würzburg die Ölmalerei und bezog 1800 die Wiener Aka­demie; auf einer Studienreise nach Polen (1805) malte er in Warschau und Krakau Porträts, 1806 vervollkommnete er seine Kunst in Paris bei Gerard; 1808 bezog St. Frankfurt; nach einem längeren Studienaufenthalt wurde er 1812 nach München berufen, wo er dauernd als Porträtmaler der Fürsten und der Hautevolee wirkte; zusammen mit F. von Gaertner, P. von Hess, A. Albrecht und Domenico Quaglio be­gründete St. 1824 den »Münchener Kunstverein«; im Auftrag König Ludwigs I. schuf er 1827/47 die Münchner Schönheitsgalerie mit Mädchen und Frauen aus al­len Ständen; auch die Porträts von Goethe und Schiller stammen von St., dem be­deutendsten Münchner Porträtisten des 19. Jahrhunderts.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


ML-248/249 (Stieler)