Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1257

Schmidt Maximilian, genannt »Waldschmidt«, 1832 (Eschlkam/Ndb) – 1919, Haupt­mann und Schriftsteller; er besuchte seit 1848 das Münchner Polytechnikum, trat 1850 in den bayerischen Militärdienst, war Offizier im Topographischen Büro und Erzieher im Kadettenkorps und nahm mit Auszeichnung an den Feldzügen von 1866 und 1870/71 teil; 1874 trat Sch. als Hauptmann aus dem Heer und widmete sich in München der volkstümlichen Schriftstellerei; seine Erzählungen sind lebens­frisch, sie beschäftigen sich mit dem bayerischen Volksleben und – erst seit 1880 – mit Hochgebirgs- und Hochwaldslandschaften und sind kulturgeschichtlich von In­teresse.

Hauptwerke: Volkserzählungen aus dem Bayrischen Walde (4 Bde.), Der Schutz­geist von Oberammergau, Der Leonhardsritt, Selbstbiographie: Meine Wanderung durch 70 Jahre; Sch. war auch als Verfasser von Humoresken, Dialektgedichten und Volksstücken fruchtbar; seine gesammelten Werke erschienen in 34 Bänden als Volksausgabe (Reutlingen 1898-1903).

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


03-01-45/46 (Deininger & Haßlacher & Schmidt & Sommer)