Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1236

Schlichtegroll Adolf Heinrich Friedrich, von, 1765 (Waltershausen bei Gotha/Thürin­gen) 1822, Archäologe, Numismatiker und biographischer Schriftsteller; nach Studi­en zu Göttingen wirkte er anfangs als Jurist, Philologe und Theologe (Gymnasial­lehrer in Gotha), dann in der Hofbibliothek und im Münzkabinett zu Gotha, wobei er sich durch die Rettung der Sammlung in den Napoleonischen Kriegen verdient machte; sein Freund F. H. von Jacobi gewann ihn schließlich für München, wo er Di­rektor und Generalsekretär der BAkdW, später auch Direktor der Hofbibliothek wurde; er war Mitbegründer des Polytechnischen Vereins und rief den »Neuen Ne­krolog der Deutschen« ins Leben; seine Schriften sind hauptsächlich numismati­scher (= münzkundlicher) Natur; Schs. liegt vor allem darin, daß er alle damaligen naturwissenschaftlichen Sammlungen und Institute in München organisierte und Er­findungen förderte.

Hauptwerke: Über den Schild des Herkules, Dactyliotheca Stoschiana, Historia Nu­mothecae Gothanae.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


MR-212/213 (Berling & Schlichtegroll)