Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1219

Schaller Ludwig, 1804 (Wien) – 1865, Bildhauer; Sch., Sohn eines Historienmalers, war zuerst Novize bei den Piaristen, studierte alsdann an der Akademie in Wien, zog mit seinem Freund M. von Schwind 1828 nach München und arbeitete mit L. M. von Schwanthaler an der Ausschmückung der Münchner Pinakothek, ebenso am neuen Königsbau (für Königin Therese), schuf viele Statuetten und größere Stand­bilder, u. a. für das Neue Museum in Budapest, die Ruhmeshalle und die Bayerische Staatsbibliothek in München sowie Prometheus und Pheidias für die Münchner Glyptothek, schließlich das Herder-Denkmal in Weimar (das 1918 eingeschmolzen wurde), wo er deshalb das dortige Ehrenbürgerrecht erwarb; Sch. zählt zu den be­deutendsten Schwanthaler-Schülern.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


30-02-14 (Schaller)