Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1204

Rottmann Karl, 1798 (Handschuchsheim bei Heidelberg) – 1850, Landschafts- und Hofmaler; R. malte schon mit 14 Jahren das Heidelberger Schloß, studierte an der Kunstakademie in München, bereiste die Schweiz und Italien und schuf hier im Auf­trag Ludwigs I. von Bayern ein großes Gemälde von Palermo; seine Ansicht der Rö­mischen Campagna und sein Colosseum fanden sofort allgemeine Anerkennung; in München malte R. 1830/33 die berühmten Landschafts-Fresken für die Hofgar­tenarkaden und ergänzte sie durch solche aus Griechenland nach Studienreisen (1834/35) in enkaustischer Technik für die Neue Pinakothek; auch die Galerien von Berlin, Leipzig, Hamburg, Darmstadt u. a. besitzen Werke von R.; seine Kunst sucht die malerische Schönheit des freien Lichts, mehr als die bisherigen Landschaftsma­ler im historischen Stil, zu berücksichtigen, wobei er jedoch am idealisierten Büh­nenhintergrund festhielt.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


06-07-34 (Rottmann & Sckell & Zimmermann)