Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1200

Rostosky Karl Oswald, 1839 (Leipzig ) – 1868, Tiermaler; erst zur Xylographie be­stimmt, widmete sich R. seit seiner Übersiedlung von Leipzig nach München der Malerei, zu deren weiteren Ausbildung seine vielen Illustrationen und Holzstock­zeichnungen die Mittel liefern mußten; sein erstes Ölgemälde (Mäusejagd) erschien 1862 im Münchner Kunstverein, dann folgten heitere Tierstücke (Hund vor dem Igel u. a.), die ihn der Landschaftsmalerei näherbrachten, wo seine Bilder aus dem »inti­men« Leben des Waldes Beifall fanden; Rs. Zeichnungen in verschiedenen Illustrier­ten (Über Land und Meer, Die Gartenlaube, Fliegende Blätter und Münchner Bilder­bogen) ergingen sich in Darstellung des Lebens der Tierwelt, in lauschigen Waldbil­dern, aber auch in fröhlichen Einfällen der Laune; er selbst, ein guter Gesellschaf­ter, voll Witz und Humor, ein Meister der Mimik, hätte es mit jedem Clown aufneh­men können.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


40-11-30 (Rostosky)