Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1184

Rheinberger Franziska, geb. Jägerhuber, 1832 (Maxlrain, Lkr. Bad Aibling/Obb.) – 1892, Lyrikerin, Erzählerin und Übersetzerin; aus einer angesehenen Familie (Besit­zer des Schlosses Maxlrain) stammend, genoß R. eine gediegene höhere Schulbil­dung; sie beschäftigte sich besonders mit Sprachen, schöner Literatur und Musik­geschichte; unter dem Pseudonym Fanny oder Franziska von Hoffnaaß gab die Gattin des Hofkapellmeisters J. von Rh. Gedichte und Erzählungen heraus; sie führ­te seine Korrespondenz und dolmetschte, wenn Besuche kamen, übersetzte italie­nische Dichtungen, Hymnen, Motetten, für F. von Lachner das Textbuch der »Bar­den« von Le Sueur und beschäftigte sich mit fremdsprachigen Volksliedern, sie war überhaupt vielseitig begabt; in Rhs. Tagebüchern finden sich witzige Randbemer­kungen, Karikaturen, in denen sie ihrer Laune die Zügel schießen ließ.

Hauptwerke: Dichtungen, Jenseits des Brenners, Maria Felicia Orsini, Am Quell der Wahrheit und des Lebens (Gedichte).

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


NA-101 (Rheinberger)