Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1122

Neher Michael, 1798 (München) – 1876, Architektur- und Genremaler und Konserva­tor des Münchner Kunstvereins; [Bruder des Biberacher Historien- und Kirchenma­lers Bernhard N. – 1806 (Biberach) – 1886 (Stuttgart) -, der für das Münchner Isartor das 2 Meter hohe und 20 Meter lange Fresko des Siegeszugs Kaiser Ludwigs des Bayern nach der Schlacht bei Ampfing schuf (wo in den Köpfen der Magistratsher­ren die Porträts von ihm selbst, von Gärtner, Ringseis, den Gebrüdern Eberhardt u. a. verewigt sind], studierte er an der Münchner Kunstakademie bei Angelo Quaglio, nach einem Romaufenthalt (1823-1826) machte er sich durch architektoni­sche Darstellungen (Dome zu Magdeburg, Prag und Braunschweig in der Bayeri­schen Staatsgemäldesammlung) bekannt, im Schloß Hohenschwangau schuf N. Bil­der nach Kompositionen von Rubens und Schwind, daneben hat er auch Feder­zeichnungen von den Umgebungen von Rom und Neapel, Genrestücke, Kostümbil­der und Landschaften hinterlassen.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


05-01-19 (Neher)