Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1116

Mussinan Josef Anton, von, 1766 (Viechtach/Ndb.) – 1837, Oberfinanzrat und histo­rischer Schriftsteller; nach Studien in Ingolstadt wurde M. 1789 Regierungsrat in Burghausen, 1799 war er in gleicher Stellung in Landshut, 1802 Hofgerichtsrat in Straubing (seit 1808 Appellationsrat); 1813 wechselte er, wohl um nach München zu kommen, den Beruf und wurde Oberfinanzrat bei der Ministerialsektion der Steuer und Finanzen und 1817 Finanzministerial beim Regierungsfiskalat; nach Aufhebung dieses Instituts kehrte M. zur Rechtspflege zurück und war bis zu seiner Pensionie­rung Direktor beim Appellationsgericht in Landshut; hierauf zog er sich in sein Gut Zellerreit bei Wasserburg zurück, um sich schriftstellerisch zu betätigen; er wurde wegen seiner Arbeiten auch Mitglied der BakdW.

Hauptwerke: Beiträge zur Geschichte des Schwedenkrieges in Bayern, Geschichte der herzoglichen niederbaierischen Linie Straubing-Holland, Geschichte der franzö­sischen Kriege in Deutschland, besonders auf baierischem Boden in den Jahren 1796, 1800, 1805 und 1809, Bayerns Gesetzgebung; er verfaßte auch einen ge­schichtlichen Überblick über das bayerische Staatsschuldenwesen; sein »Französi­scher Krieg« ist eine wichtige zeitgeschichtliche, heute noch nicht überholte, Quel­le.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


AA-62 (Mussinan)