Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1114

Munsch Josef, 1832 (Linz/Osterreich) – 1896, Historien-, Genremaler und Illustrator; M. arbeitete anfangs als Vergolder im Geschäft seines Vaters, dann bei seinem On­kel, dem Magistratsrat J. von Radspieler in München, studierte aber dann auf der Münchener Kunstakademie bei Ph. von Foltz; mit einem Konkurrenzbild »Konradin und dessen Freunde« trat er 1856 in die Öffentlichkeit; echt akademisch behandel­te historische Bilder empfahlen den jungen Künstler für die Ausführung von Fres­ken für das alte Bayerische National (heute Völkerkunde) -Museum an der Maximili­anstraße (Pilgerzug des Grafen Eckehart von Scheyern nach Palästina, Die Peißen­berger Bauern beim Aufstand und Wilhelm V. als Armenvater); am beliebtesten sind Ms. Genrebilder (wahrsagende Zigeunerin, Brautzug – mit architektonischem Motiv aus der alten Münchner Peterskirche -, Die Würfelspieler, In der Bibliothek); berühmt wurde er vor allem durch die Illustrationen auf heiteren Tanzkarten zu den Faschingsfesten und Maiausflügen »Jung-Münchens« und der »Tafelrunde«; Holz­schnitt und Photographie haben seine meisten Bilder und Illustrationen vervielfäl­tigt.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


MR-166/167 (Hofmann & Munsch & Schöllhorn)