Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1099

Morgenstern Christian, 1805 (Hamburg) – 1867, Landschaftsmaler; Sohn eines Mi­niaturmalers, bereiste M. als Gehilfe der Spielkartenfabrik und Kupfer- und Stein­druckerei Suhr halb Europa, lernte dann Lithographie und Holzschnitt und bildete sich in Hamburg bei Bendixen zum Landschaftsmaler aus; 1830 übersiedelte er nach München, wo er neben den üblichen Gebirgslandschaften zuerst Motive aus der Münchner Hochebene mit Betonung des Stimmungselements romantisch be­handelte; er wurde dabei sehr von K. Rottmann beeinflußt; wiederholte Besuche Norddeutschlands gaben Stoff zu Bildern vom Elbestrand, der Seeküste und Hel­goland; am stärksten war M. in seinen poetischen Mondscheinbildern und in Ge­mälden, bei denen der Schwerpunkt in der Darstellung der mehr oder minder be­wegten Lüfte liegt; auch die bayerischen und Tiroler Seen und Berge boten ihm viele Motive.

Hauptwerke: Seesturm, Aus dem Elsaß, Mondnacht in Partenkirchen (Bayerische Staatsgemäldesammlung), Ansicht von Villafranca, Tassos Haus in Sorrent, Küste von Capri (Schack-Galerie), Partie am Ilsenstein im Harz, Isar bei Wolfratshausen, Schiffbruch an der Norwegischen Küste; M. hat auf die Entwicklung der neueren Münchner Landschaftsmalerei einen großen Einfluß ausgeübt.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


16-01-05 (Morgenstern)