Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1041

Löffler August, 1822 (München) – 1866, Landschaftsmaler, Radierer und Lithograph; als Schüler von H. Adam und J. Lange bildete sich L. namentlich unter K. Rottmann zum Landschaftsmaler aus; er malte anfangs Landschaften aus der Umgebung Münchens, später, nachdem er Istrien (1844), Oberitalien (1846 und 1856) und – nach kürzerem Aufenthalt in K. Schorns Atelier in München – 1846 Syrien, Palästina, Ägypten (1849) und Griechenland (1853) bereist hatte, südliche und orientalische Landschaftsbilder im Stil Rottmanns, 1859/60 Bilder aus der Umgebung des Ko­chelsees; L. führte auch in J. von Liebigs Laboratorium in München einige Fresken in Stereochromtechnik (1859) und Wandbilder im Gesellschaftssaal des Bades Ko­chel sowie im Palais des Barons von Hirsch in Brüssel aus; eine Probe von Stereo­chromie (griechische Landschaft auf Ziegelplatte) befand sich im Leipziger Muse­um, ein Ölgemälde (Rundgemälde Jerusalems nach Studien U. Halbreiters) im Late­ranpalast, weitere Werke im Museum Stuttgart und in der Bayerischen Staatsge­mäldesammlung (12 Ölskizzen aus dem Orient); Aquarelle und Zeichnungen Ls. be­sitzen die Galerie Berlin und die Münchener Maillinger Sammlung.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


16-HZ-01/02 (Löffler)