Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1034

Lewald August, 1792 (Königsberg/Ostpr.) – 1871, Schriftsteller und Schauspieler; er studierte in Königsberg, machte den Krieg gegen Frankreich bis 1815 mit, verkehr­te nachher mit Holtei und Schall, wirkte seit 1818 in Brünn und München als Schau­spieler; seit 1824 war er Theaterdirektor in Nürnberg (auch Mitredakteur des »Nürnberger Korrespondenten«) und Bamberg; später ging L. nach Hamburg, Pa­ris, München und Stuttgart, wo er 1835 die Zeitschrift »Europa, Chronik der gebil­deten Welt« gründete, die er später nach Karlsruhe verlegte; 1849 finden wir ihn in Stuttgart als Schriftleiter der konservativen »Deutschen Chronik« und bald hernach als Spielleiter des Hoftheaters; er wurde 1852 in München katholisch, wo er als Pri­vatmann, Erzähler und Dramatiker von zeitgeschichtlicher Bedeutung lebte.

Hauptwerke: Geschichte der Musik, Schauspiele, Die Geheimnisse des Theaters, Entwurf einer praktischen Schauspielerschule, Panorama von München (2 Bde.).

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


05-13-23 (Lewald)