Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1030

Leimbach Karl, von, 1814 (Aschaffenburg) – 1891, Baukünstler und Oberbaudirek­tor; L. war Schüler F. von Gärtners und bildete sich in Italien weiter; 1853 hatte L. den ‚ durch den Bau der Maximilianstraße nötig gewordenen Umbau des Hofthea­ters nach den Konstruktions- und Fassadenplänen F. von Bürkleins geleitet, dafür erhielt er vom König die Anerkennung und bekam die Bauleitung des Hof- und Na­tional- sowie auch des Residenztheaters übertragen.

Hauptwerke: Wilhelms-Gymnasium an der Thierschstraße, das Gebäude der Staats­schuldungskomission (1866), die Reisingersche Poliklinik an der Sonnenstraße, das Hygienische Institut und Kirchen in Bad Reichenhall und Palling (Lkr. Laufen/Obb.); L. hat als Baukünstler den Max-II.-Baustil Bürkleins überwunden, er gehört zu jener zahlreichen Gruppe von Eklektikern, die für den Profanbau den Renaissancestil, für den kirchlichen Bau die Gotik bevorzugten.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


14-02-06 (Leimbach)