Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_1029

Leeb Johann, 1790 (Memmingen/Schwaben) – 1863, Bildhauer; er erlernte das Steinmetzhandwerk in Lindau, Winterthur, Lausanne und Genf und studierte dann Bildhauerei auf der Akademie in Paris; Kronprinz Ludwig (König Ludwig I.) wurde 1816 dort auf ihn aufmerksam, so kam er mit der von diesem angekauften Albani­schen Kunstsammlung nach München, wo er zwei Jahre lang an Verzierungen und Modellen (nach L. von Klenzes Entwürfen) für die Glyptothek arbeitete; nach einem längeren Studienaufenthalt, namentlich in Neapel und Rom, wo er Thorwaldsens Schüler war, schuf L. in München für Kronprinz Ludwig viele Marmorbüsten für die Walhalla.

Hauptwerke: Matthäus für Grabkapelle der Königin von Württemberg in Rothen­berg, Brustbilder der berühmtesten Tonkünstler für das Münchner Odeon, Relief­schmuck von zwei Sälen der Münchner Pinakothek (nach Klenze), zwei Statuen für das Giebelfeld der Münchner Glyptothek, viele Grabdenkmäler im Südlichen Fried­hof, Modelle für öffentliche Brunnen in München, Unionsdenkmal und Escalade­brunnen in Genf.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


07-10-15 (Leeb)