Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_102

Armansperg Josef Ludwig, von, Graf, 1787 (Kötzting/Ndb.) – 1853, bayerischer Fi­nanz-, Innen- und Außenminister, Staatsrat und Reichsrat der Krone Bayern; er stu­dierte in Landshut und war seit 1808 im bayerischen Staatsdienst; A. vertrat Bayern auf dem Wiener Kongreß, 1825 wurde er Staatsrat, von 1826/31 war A. Staatsmi­nister der Finanzen und zugleich von 1826/28 des Innern und von 1828/31 des kö­niglichen Hauses und des Äußern; wegen seiner liberalen Einstellung – er wider­setzte sich entschieden gegen die Wiedererrichtung der säkularisierten Klöster – wurde 1831 gestürzt; von 1832/37 war A. Präsident der Regentschaft für König Otto und Erzkanzler von Griechenland und 1836 Reichsverweser; A., der zu den bedeutendsten Staatsmännern unter Ludwig I. zählt, hat durch seine Sparmaßnah­men den bayerischen Staatshaushalt wieder saniert, weshalb er von Spöttern »Sparmannsberg« genannt wurde.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


NA-166 (Armansperg)