Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1903) / t_210

Halm Karl Felix, Dr. phil., von, 1809 (München) – 1882, Altphilologe, Universitäts­professor und Direktor der Bayerischen Staatsbibliothek; er war nach seinen Studi­en in München zunächst Gymnasialprofessor (in München, Speyer und Hadamar bei Limburg), kehrte 1849 in seine Münchner Heimat zurück, wurde 1856 Universitäts­professor in Wien, von König Max II. aber in die gleiche Stellung und zugleich zum Direktor der Hof- und Staatsbibliothek nach München berufen; H. war als Latinist am bedeutendsten, zugleich auch ein hervorragender Lehrer (vom Altphilologen W. von Christ u. a.); um die Staatsbibliothek hat er sich durch Erwerb und Einordnung von Neuzugängen sowie durch Inventarisationen sehr verdient gemacht; er war auch Mitglied der BAkdW; nach dem 1. Vatikanischen Konzil schloß H. sich den Alt­katholiken an.

Hauptwerke: Lectiones Lycurgeae, Griechisches Lehrbuch, Griechisches Elementar­buch (sehr oft aufgelegt), Über die Handschriftenkunde der ciceronischen Hand­schriften, Catalogus codicum manuscriptorum Bibliothecae Regiae monacensis.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


40-01-24 (Halm & Müller & Riedel)