Bayerische National-Zeitung (5.8.1834) / t_176

Ankündigung

Allen Freunden der Stenographie, oder der Kunst, so schnell zu schreiben, wie ein Redner spricht, habe ich die Ehre hiemit anzuzeigen, das nun mein auf gründlichen Selbstunterricht berechnetes Lehrbuch unter dem Titel:

»Anleitung zur teutschen Redezeichenkunst der Stenographie, von Fr. Xav. Gabels­berger; München 1834.«

vollendet im Druke erschienen, und sowohl bei mir selbst, als in den verschiedenen Buchhandlungen Münchens zu haben ist.

Dasselbe besteht aus zwei Theilen, einem allgemeinen; theoretischen und ge­schichtlichen, welcher im Buchdruke – und einem besonderen, praktischen, welcher im Steindruke ausgeführt ist.

Ich habe die möglichste Bemühung aufgeboten, den Gegenstand gründlich und klar zu behandeln, eine umfassende Geschichte der Kunst hinsichtlich ihrer Ausbil­dung und Pflege unter verschiedenen Völkern des höchsten Alterthums, wie der neuern und neuesten Zeit zu geben, ihren vielseitigen Nuzen auseinander zu sezen, ihre Grundprinzipien und deren verschiedenartige Anwendung zu bezeichnen, und endlich das von mir erfundene specielle Schrift-System mit solcher Genauigkeit und durch so viele Beispiele zu erläutern, dass, wie bereits faktische Beweise vorliegen, dasselbe ohne alle mündliche Unterweisung, blos aus dem Werke erlernt und ein­geübt werden kann.

Das Ganze ist in Quartformat, 72 Bogen, auf weissem Velin-Drukpapiere im schöns­ten Druke hergestellt. – Preis in loco bis 1. Dezember 1834 6 fl. baare Bezahlung. – Buchhandlungen könne bei Abnahme des ersten, resp. Probe-Exemplars einen Ra­batt von 36 kr. in Abzug bringen; bei weiterer Abnahme ist das siebente Exemplar frei. – Vom 1. Dezember d. Js. an steigt der Preis auf 8 fl. 6 kr. rheinisch. – Briefe und Gelder erbitte ich mir portofrei, so wie Namen und Ort des Hrn. Bestellers, al­lenfalls auch die geeignetste Sendungsgelegenheit deutlichst zu bezeichnen. – Die­jenigen Herren Subscribenten, welche den praktischen Theil schon früher erhalten haben, werden ersucht, das Uebrige erholen zu lassen.

München, im Juli 1834.

Fr. X. Gabelsberger, k. quiesz. Sekretär, und erster landständ. Stenograph, wohn­haft in der neuen Karlstrasse Nro. 49 ebener Erde.

Bayerische National-Zeitung. 5. August 1834.


07-10-54 (Gabelsberger)