Artistisches München im Jahre 1835 (1836) / t_832

Glink, Xaver, Sohn eines Schreinermeisters zu Burgau, geboren 1795. Im Jahre 1809, als diese ehemals vorderösterreichische Markgrafschaft an Bayern gefallen war, zog die ganze Familie nach München, und machte sich hier ansäßig. Der 14jäh­rige Sohn erlernte nun das Tischlerhandwerk, als durch einen günstigen Zufall der damalige königl. Akademie-Direktor Langer verschiedene Schnitzarbeiten seiner Hand ansichtig wurde, und den Eltern rieth, ihn in die Kunst-Akademie zu schicken. Im Jahre 1824 reiste er nach Rom, und bei seiner Rückkehr malte er aus Dankbar­keit für das genossene Reise-Stipendium das Altarblatt in der königl. Militär-Laza­rethkirche. Das große Festbild in der Frauenkirche, die Auferstehung Christi und andere sind bis jetzt Werke seiner Hand.

Adolph von Schaden: Artistisches München im Jahre 1835 oder Verzeichniß gegenwärtig in Bayerns Hauptstadt lebender Architekten, Bildhauer, Tondichter, Maler, Kupferstecher, Lithographen, Me­chaniker etc. Aus den von ihm selbst entworfenen oder revidirten Artikeln zusammengestellt und als Seitenstück zum gelehrten München im Jahre 1834 herausgegeben durch Adolph von Schaden. München, 1836.


15-11-22 (Glink)