Artistisches München im Jahre 1835 (1836) / t_1201

Rottmann, Karl, geb. 1898 zu Handschuchsheim bei Heidelberg, machte hier seine ersten Studien, und kam im Jahre 1822 nach München; 1826 reisete er zum ersten­male nach Italien. Seine Oelgemälde, meistens Gegenden im bayerischen Gebirge, an den Küsten Italiens oder in Calabrien und Sicilien darstellend, sind in Privat­sammlungen zerstreut, aber eine Reihe von acht und zwanzig Wandgemälden (die sogenannten landschaftlichen Fresken) befindet sich in den Arkaden des Hofgar­tens zu München; auch in dem Königsbau sieht man zehn griechische Festgegen­stände nach seinen Zeichnungen.

Im Jahre 1833 ward ihm das Glück zu Theil, von Sr. Majestät dem Könige den Be­fehl zu erhalten, nach Griechenland zu reisen, und dort acht und dreißig große Bil­der in enkaustischer Malerei auszuführen. Jetzt ist R. bereits zu dieser neuen Be­stimmung abgegangen.

Adolph von Schaden: Artistisches München im Jahre 1835 oder Verzeichniß gegenwärtig in Bayerns Hauptstadt lebender Architekten, Bildhauer, Tondichter, Maler, Kupferstecher, Lithographen, Me­chaniker etc. Aus den von ihm selbst entworfenen oder revidirten Artikeln zusammengestellt und als Seitenstück zum gelehrten München im Jahre 1834 herausgegeben durch Adolph von Schaden. München, 1836.


06-07-34 (Rottmann & Sckell & Zimmermann)