Allgemeines Künstler-Lexicon (1895) / t_786

Flüggen, Gisbert, Genremaler, geb. 9. Febr. 1811 in Köln, † 3. Sept. 1859 in Mün­chen, bildete sich kurze Zeit auf der Akademie in Düsseldorf und später in Mün­chen, wo er 1853 Ehrenmitglied der Akademie wurde; malte nach dem Vorbild von David Wilkie Scenen aus dem gesellschaftlichen Leben der Zopfzeit, gewöhnlich mit einer socialen oder moralischen Tendenz. Zu seinen besten Bildern gehören: Die überraschten Diener (1839), Eine Verlobung (1840), Der unterbrochene Ehever­trag, Der unglückliche Spieler (Museum in Mainz), Die verlorene Schachpartie, Die Prozessentscheidung, Der verzweiflungsvolle Spieler (Museum in Breslau), Der Bör­senspeculant, Die Erbschleicher (Museum in Hannover), Die Weinprobe, Die Aus­pfändung, Der Tod des Königs Friedrich August II. von Sachsen und in der Neuen Pinakothek zu München Das Vorzimmer eines Fürsten.

Allgemeines Künstler-Lexicon. Leben und Werke der berühmtesten bildenden Künstler. Vorbereitet von Hermann Alexander Müller. Herausgegeben von Hans Wolfgang Singer. Erster Band. Frankfurt am Main, 1895.


18-13-32 (Flüggen & Sonntag)