Allgemeines Künstler-Lexicon (1895) / t_727

Dyck, Hermann, Maler und Radierer, geb. 4. Oct. 1812 in Würzburg, † 25. März 1874 in München, ging vom Studium der Naturwissenschaften 1835 in München zur Architekturmalerei mit culturgeschichtlicher Staffage über, machte sich seit 1844 durch satirische Zeichnungen für die »Fliegenden Blätter« bekannt, übernahm 1854 die Leitung der Zeichenschule für Kunsthandwerker, wurde 1868 Direktor der staat­lichen Kunstgewerbeschule und machte ich um die Hebung des Kunstgewerbes sehr verdient. Von seinen Genrebildern sind zu nennen: An der Stadtmauer zu Er­ding (1857), Im Kassevorzimmer (1858), Die Schreibstube (1860), Ein Maleratelier (1861), Inneres einer Klosterkirche (1863), Die Deputation vom Lande (1864), Die Heimkehr des Bürgermeisters zu Tisch (1868). Er fertigte auch mehrere Oiriginalra­dierungen und gab »Deutsche Sprichwörter in Reimen und Bildern« (1839 und 40, 2 Hefte) heraus.

Allgemeines Künstler-Lexicon. Leben und Werke der berühmtesten bildenden Künstler. Vorbereitet von Hermann Alexander Müller. Herausgegeben von Hans Wolfgang Singer. Erster Band. Frankfurt am Main, 1895.


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