Allgemeines Künstler-Lexicon (1895) / t_17

Adam, Franz, Maler des Soldaten- und Schlachtenlebens, geb. 4. Mai 1815 in Mai­land, † 30. Sept. 1886 in München, Sohn und Schüler von Albrecht A., machte mit seinem Bruder Eugen im Gefolge des Feldmarschalls Radetzky während des Krie­ges in Italien seine Studien und ging dann nach Ungarn, wo er auch die volkstümli­chen Sitten studirte und malte. Solche Bilder sind: Eine Schiffsfähre an der Theiss, Kroatenquartier in der Villa Mestre, Reiterportrait des Feldmarschalls Fürst Wrede (1843), des Kaisers Franz Joseph (Wiener Arsenal), des Feldmarschalls Radetzky (Wiener Arsenal), die Strasse zwischen Solferino und Valeggio während der Schlacht am 24. Juni 1859 (1867), der Rückzug der Franzosen aus Russland (1869, Nat.-Galerie in Berlin), der höchst bedeutende Kampf mit franz. Reiterei bei Floing in der Schlacht bei Sedan (1879, Nat.-Gal., veränderte Wiederholung des früheren Bildes beim Herzog v. Sachsen-Meiningen), das bayerische Armeecorps bei Orléans 11. Okt. 1870 (1877, Neue Pinakothek), Attaque bei Mars la Tour (Neue Pinako­thek), Mazeppa (1881), der Gefangenentransport nach der Schlacht bei Sedan (1880), Pferdemarkt am Ufer der Donau in Ungarn (1881).

Allgemeines Künstler-Lexicon. Leben und Werke der berühmtesten bildenden Künstler. Vorbereitet von Hermann Alexander Müller. Herausgegeben von Hans Wolfgang Singer. Erster Band. Frankfurt am Main, 1895.


27-01-25 (Adam)